Onkologie

Allgemein bezeichnet der Begriff Onkologie jede wissenschaftliche Art der Arbeit, die sich mit Krebserkrankungen beschäftigt. Im täglichen Sprachgebrauch ist jedoch meist der Bereich der Medizin gemeint, der der Erkennung, Behandlung und Prävention solcher Erkrankungen und ihren Folgen dient.

Prävention

Die Prävention befasst sich mit der Verhinderung einer möglichen Krebserkrankung und deren Ausbreitung. Um eine Krebserkrankung zu verhindern ist das Erkennen von Risikofaktoren, die eine Erkranlung auslösen oder begünstigen können, von zentraler Bedeutung. Risikofaktoren sind beispielsweise Nikotinkonsum oder Kontakt mit Chemikalien am Arbeitsplatz. Weniger offensichtliche Risikofaktoren lassen sich durch statistische Auswertung von Krankenakten erkennen.

Diagnose

Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Oftmals wird von Patienten jedoch eine beginnende Krebserkrankung nicht bemerkt, da eindeutige Symptome erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auftreten. Eine Früherkennung gestaltet sich in diesen Fällen schwierig, daher ist eine regelmäßige Untersuchung bei Gruppen, in deren Alltag eine Häufung von Risikofaktoren vorliegt, sehr sinnvoll.

Therapie

Bei der Behandlung von Krebs gibt es verschidene Ansätze. Gemeinsamer Nenner ist dabei die Entfernung oder Zerstörung des Tumorgewebes als Ziel der Behandlung. Die am einfachsten erscheinende Methode ist die chirurgische Entfernung. Je nach Lage und Ausbreitung des Tumorgewebes entstehen einige Komplikationen, da beispielsweise lebenswichtige Organe betroffen sind oder nicht das gesamte Gewebe entfernt werden kann. Eine andere Möglichkeit ist die Strahlentherapie. Dabei wird das schadhafte Gewebe ionisierender Strahlung ausgesetzt und stirbt ab. Eine oft angewandte Option ist die sog. Chemotherapie mit Zytostatika. Dem Körper werden dabei Gifte zugeführt, die eine besonders starke Wirkung auf Zellen mit einer hohen Teilungsrate aufweisen. Schnelle Zellteilung ist ein Merkmal von Tumorzellen, jedoch auch von Schleimhäuten, Knochenmark und Haarfollikeln. Daher ist Haarausfall eine der häufigsten Begleiterscheinungen einer Chemotherapie. Eine relativ junge Behandlungsmethode ist die medikamentöse Behandlung mit neu entwickelten Wirkstoffen, welche sich schonender für die Patienten darstellt.

Je nach Art, Ausbreitung und Lage eignen sich verschiedene Therapiemethoden, die auch in Kombination angewendet werden können. Ist die Entfernug oder Zerstörung des Tumorgewebes nicht möglich, zielt die Therapie darauf ab, eine Ausbreitung zu verhindern und tumorbedingte Beschwerden zu lindern.

Nachsorge

Auch nach erfolgreicher Therapie einer Krebserkrankung ist weiterhin besondere Aufmerksamkeit angebracht. Bei der Behandlung von Krebs werden zwangsweise auch große Bereiche gesunden Gewebes geschädigt und verletzt. Das Risiko für Langzeitschäden oder Folgeerkrankungen ist je nach Methode mehr oder weniger hoch.